Das moderne Gesundheitszentrum ZOM | ZIM
Das Universitätsklinikum Würzburg ist seit 2006 eine Anstalt des öffentlichen Rechts und dient der Medizinischen Fakultät bei der Erfüllung ihrer Aufgaben in Forschung und Lehre. Darüber hinaus versorgt das Universitätsklinikum Würzburg als Krankenhaus der Maximalversorgung eine Region mit 1,5 Millionen Einwohnern. Schwerpunktmäßig rekrutieren Spezialeinrichtungen des Universitätsklinikums ihre Patienten aber auch aus Gebieten weit darüber hinaus.
Bis vor kurzem befanden sich große Teile des Würzburger Universitätsklinikums in den Gebäuden des 1921 in Betrieb genommenen Luitpold-Krankenhauses; als „Außenkliniken“ kamen die Medizinische Poliklinik, die Psychiatrischen Kliniken und die Kliniken für Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten hinzu. Im Jahre 1974 entstand das erste Kopfklinikum Deutschlands, das sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Luitpold-Krankenhauses befindet.
Mit dem Bezug des Zentrums für Operative Medizin im Jahre 2004 wurden die Chirurgische Klinik I mit den Schwerpunkten Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Kinderchirurgie sowie die neu gegründete Chirurgische Klinik II mit den Schwerpunkten Unfall-, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie in einen großzügigen, neuen Gebäudekomplex verlagert. Hinzu kamen die Klinik für Thorax-, Herz- und Thorakale Gefäßchirurgie, die Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie sowie die Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie. Mit der Inbetriebnahme des Zentrums für Innere Medizin im Juni 2009 fanden die Medizinische Klinik und Poliklinik I mit den Schwerpunkten Kardiologie, Endokrinologie, Nephrologie, Pneumologie sowie Intensiv- und Notfallmedizin und die Medizinische Klinik II mit den Schwerpunkten Hämatologie/Onkologie, Gastroenterologie, Infektiologie, Psychosomatische Medizin sowie Rheumatologie/Immunologie eine neue Herberge. Hinzu kamen die Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, das Institut für Röntgen-diagnostik, das Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie sowie das Institut für Klinische Biochemie und Pathobiochemie mit dem Zentrallabor.
Die feierliche Schlüsselübergabe am
11. Dezember 2009 stellte einen Meilenstein in der Entwicklung des Universitätsklinikums Würzburg dar. Die Unterbringung der genannten Kliniken und Funktionseinheiten führt zu einer unerlässlichen Zentralisierung und damit Auflassung von dezentralen Standorten, wie z.B. der Medizinischen Poliklinik in der Klinikstraße oder weit verstreuten Satelliteneinrichtungen auf dem Gelände des Luitpold-Krankenhauses. Als Außenstandorte wird es zukünftig nur noch die Psychiatrischen Kliniken und die Kliniken für Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten geben.
Grundlage der Neustrukturierungsmaßnahmen war das so genannte „Campus-Konzept“, das vom Aufsichtsrat des Klinikums, den Gremien der Universität Würzburg, dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie dem Bayerischen Landtag nachhaltig unterstützt wurde.
Von großem Vorteil für die Vernetzung operativer und nicht operativer Fächer ist die enge Nachbarschaft der neuen Zentren für Operative (ZOM) und Innere Medizin (ZIM). Als Beispiel sei die enge Kooperation zwischen den Kardiologen der Medizinischen Klinik I mit den Herzchirurgen der Klinik und Poliklinik für Thorax-, Herz- und thorakale Gefäßchirurgie genannt. Bei der Versorgung von Notfallpatienten hat sich bereits die enge Zusammenarbeit zwischen der Medizinischen Klinik I und der Medizinischen Klinik II sehr bewährt. Von nicht unerheblicher Bedeutung für die Region ist das unter Federführung der Medizinischen Klinik I entstandene Herzinfarktnetz Mainfranken, zu dem sich medizinische Einrichtungen, Rettungsdienste und Notärzte zusammengeschlossen haben. Eine enge Kooperation zwischen Internisten der Medizinischen Klinik II und Operateuren der Chirurgischen Klinik I besteht auch auf dem Gebiete der endoskopischen Diagnostik von gut- und bösartigen Krankheiten der Verdauungsorgane. Für die Krebstherapie ist von großer Bedeutung, dass die Medizinische Klinik II eine so genannte Clinical Trial Unit (Phase I Einheit) vorhält, in der die Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung rasch in die klinische Praxis umgesetzt werden können. Durch die enge Nachbarschaft der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin und des Instituts für Röntgendiagnostik besteht die Möglichkeit, moderne bildgebende Verfahren, wie SPECT/CT und PET/CT kooperativ gewinnbringend für den Patienten einzusetzen. Mit dem Bezug des Zentrums für Innere Medizin stehen dem Institut für Röntgendiagnostik und der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin alle medizinischen Großgeräte zur Verfügung, die Voraussetzung für eine Krankenversorgung auf dem aktuellsten Stand der Technik sind. Ähnliches gilt auch für das Institut für Klinische Biochemie und Pathobiochemie mit dem komplett neu eingerichteten Zentrallabor und das Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie mit Reinraumlaboren, die nach modernsten Kriterien errichtet wurden.
Stationen und Ambulanzen des neuen Zentrums für Innere Medizin wurden unter den Aspekten optimaler Funktionalität und des größtmöglichen Patientenkomforts eingerichtet. Architekten und Nutzern ging es dabei vor allem auch um eine angenehme, dem Heilungsprozess möglichst förderliche Atmosphäre. Darüber hinaus konnten die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch den Bezug des Zentrums für Innere Medizin erheblich verbessert werden.










